9 Euro Ticket, Dieselpreis und Bus-Demos

9 Euro Ticket, Dieselpreis und Bus-Demos

ResumĂ©e zum Juni- 🚍-Stammtisch mit Fr. Strohkirch (BDO) und Hr. Rabl (LBO)

Bevor der Stammtisch in die Sommerpause geht, wurden letzten Dienstag wieder spannende Themen diskutiert.

Erneut nahmen sich Fr. Strohkirch vom BDO und  Herr Rabl vom LBO die Zeit, um mit uns ĂŒber aktuelle Themen zu sprechen. Wir haben die daraus gewonnenen, neuen Erkenntnisse zum 9 Euro Ticket, dem Dieselpreis sowie den geplanten Bus-Demos in aller KĂŒrze zusammengefasst:

ResumĂ©e zum Juni- 🚍-Stammtisch

Dieselpreis: Bus-Demos als letzte Instanz

Weiterhin beschÀftigen die Mehrkosten durch die gestiegenen Spritpreise die sich nach der Pandemie gerade wieder erholende Busbranche.

Demzufolge ruft der WBO am 21. Juni wieder zu einem Buskorso auf und fordert die Erstattung der Dieselmehrkosten in Höhe von 37 Millionen allein im ÖPNV.

Laut Frau Strohkirch  und Herrn Rabl  ist die finanzielle UnterstĂŒtzung vom Bund durch die 2,5 Mrd Euro Zusage des Verkehrsministers Wissing bereits gesichert.

Nur durch die komplizierten Mechanismen in Deutschland ist es bisher nicht bei den LĂ€ndern beziehungsweise bei den zustĂ€ndigen VerkehrsverbĂŒnden angekommen.

Auch hier war man sich einig, dass die Zeit drĂ€ngt, da sich die Kosten beim ÖPNV Busunternehmer tĂ€glich erhöhen.

Es bleibt zu hoffen, dass es bei der AnkĂŒndigung des Buskorsos bleibe und alle Busunternehmen ihre rĂŒckstĂ€ndigen Forderungen zeitnah erstattet bekommen.

Alternative: SteuerrĂŒckerstattung

Laut Herrn Rabl  sei es wichtig, die Ampel-Koalition mit ĂŒberlegten Forderungen “abzuholen” und auf die Relevanz des Busses in puncto Nachhaltigkeit auf allen Ebenen aufzubauen.

Beispielsweise schlĂ€gt Rabl eine SteuerrĂŒckerstattung wie in der Landwirtschaft ĂŒblich, vor.

Auch der ÖPNV leiste wertvolle Dienste fĂŒr die Allgemeinheit. Deswegen ist es nach europĂ€ischem Recht bereits möglich eine höhere RĂŒckerstattung fĂŒr den ÖPNV zu fordern. Mit 14 Cent anstatt der aktuell gewĂ€hrten 5 Cent pro Liter wĂ€re den Unternehmen bereits geholfen. Denkbar wĂ€re jedoch auch eine, an die Regelung in der Landwirtschaft angelehnte DieselrĂŒckerstattung von 20 Cent pro Liter 

Ein großer Vorteil sei, dass die RĂŒckerstattung auf diesem Weg nur den Betrieben zusteht, welche auch die Leistung fĂŒr die Allgemeinheit erbracht haben.

9 Euro Ticket- Auswirkungen auf die Branche

Erst genaue Auswertungen im Herbst werden zulassen, konkrete Bilanz zu den Auswirkungen des 9 Euro tickets auf die Busbranche zu ziehen. In der GesprÀchsrunde wurden bereits einige Prognosen aufgestellt. 

Das 9 Euro Ticket des Bundes fĂŒhre vor allem bei touristischen Fahrten zu einem vermehrten Fahrgastaufkommen. Demnach konzentriere sich der Ansturm eher auf die Schiene anstatt den Bus.  Fr. Strohkirch berichtetet aus Berlin, dass in den StĂ€dten auch die Busse gut gefĂŒllt waren.

FĂŒr Berufspendler mache das 9 Euro Ticket  den ÖPNV gerade in den BallungsrĂ€umen attraktiv. In FlĂ€chenlĂ€ndern wie Bayern, so auch Herr Rabl, ist dieser aufgrund der LĂŒcken im Verkehrsnetz kurz- und mittelfristig nicht konkurrenzfĂ€hig zum PKW.

Eine Nachteil fĂŒr die Branche prognostiziert Rabl durch den Ausfall von Gelegenheitsfahrten (SchulausflĂŒge etc.) durch das 9 Euro Ticket des Bundes.
Zudem erhöhen ausstehende Ausgleichszahlungen an die Busunternehmen den finanziellen Druck.

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  • 8. Juni 2022
  • 219
  • Branchen-News
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