Busreisen legen zu – Nachhaltigkeit und Nachfrage im Aufwind
Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch im Reiseverhalten zunehmend an Bedeutung – das zeigen aktuelle Zahlen aus dem Abschlussbericht des Umweltbundesamts zur Verkehrsmittelnutzung bei Urlaubsreisen. Besonders bemerkenswert: Der Anteil von Bus und Bahn an den Kurzurlaubsreisen ist 2023 deutlich gestiegen – sowohl gemessen an der Anzahl der Reisen als auch an den zurückgelegten Personenkilometern.
Im Detail zeigt die Statistik:
- Bei 29 % aller Kurzreisen im Jahr 2023 wurde Bus oder Bahn als Hauptverkehrsmittel gewählt, ein Anstieg um 7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
- Damit entfielen 28 % der gesamten Verkehrsleistung (Personenkilometer) im Kurzurlaubssegment auf Bus und Bahn.
- Zum Vergleich: Das Auto blieb zwar das dominierende Verkehrsmittel bei Kurzreisen (61 % der Reisen, 53 % der Verkehrsleistung), doch die wachsende Relevanz öffentlicher und geteilter Mobilitätsformen ist nicht zu übersehen.
Bei längeren Urlaubsreisen ab fünf Tagen dominieren weiterhin Flugreisen mit einem Anteil von 79 % an der Verkehrsleistung. Doch gerade im Bereich der kurzen bis mittellangen Gruppenreisen deutet sich ein struktureller Wandel an.
Diese Entwicklung schlägt sich auch in der Busbranche selbst nieder: Die Zahl der Reisebus-Neuzulassungen ist 2024 und 2025 signifikant angestiegen. Die steigende Nachfrage nach klimafreundlicher, effizienter Mobilität im Gruppenreisebereich lässt erkennen, dass der Reisebus als Verkehrsmittel der Zukunft an Bedeutung gewinnt – sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich.
Fazit: Der Bus profitiert von der zunehmenden Klimasensibilität der Reisenden. Wer heute auf Gruppenreisen mit dem Bus setzt, trifft nicht nur eine komfortable und soziale, sondern auch eine nachhaltige Entscheidung – mit wachsenden Potenzialen für Anbieter und Zielregionen gleichermaßen.
- 19. November 2025
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