Busse innovativ einsetzen

Tourist bus traveling on the road Latefossen Waterfall Odda Norw

Busse innovativ einsetzen

Mit Bussen zum innovativen Tourismus:  Besucherlenkung am Beispiel DAV Bergbus

Dass der Bus mit einer Einsparung von bis zu 60 PKWs als das umweltfreundlichste Verkehrsmittel gilt ist kein Geheimnis mehr. Beim Tür-zu -Tür vergleich, schneidet er vor allem auf Langstrecke weitaus besser ab als Bahn, PKW oder gar das Flugzeug. So liegt der CO2-Ausstoß für die Strecke FFM-Berlin im Bus bei 19,2 kg pro Person und bei der Bahn bei 26kg (vgl. VCD )

Nun folgen auf Kommunalebene dementsprechende Maßnahmen, um durch Ausweitung des Angebotes aktiv zur Besucherlenkung in Ballungsgebieten des Tourismus beizutragen.

Pandemie als Treiber der Verkehrsbelastung

Naherholungsgebiete von Ballungsräumen und Metropolregionen klagen schon länger über Überlastung der Straßen und die damit entstehenden Probleme für Bewohner und Umwelt. In der Pandemie hat sich diese Lage verschärft und auf B- oder C-Destinationen ausgeweitet. So geben 75% der Kommunen und Gemeinden in Bayern an, dass Tagesausflüge in Ihrer Region zugenommen haben, wobei 41% dies als problematisch bewerten (vgl. Bayrisches Zentrum für Tourismus)

Lösungsansatz Besucherlenkung

Vor allem die stark betroffenen Kommunen fordern und entwickeln nachhaltige Konzepte, um die Besucherströme zu lenken und die Umwelt zu entlasten. Die bayernweite Umfrage ergab, dass neben Aufklärungsarbeit zum Verhalten in Natur und Bergen durch beispielsweise den Einsatz von Rangern vor allem der Verkehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden soll:

„64 Prozent der geplanten Besucherlenkungsmaßnahmen liegen im Bereich der „Verkehrs-/Parkleitsysteme“.“ (Bayrisches Zentrum für Tourismus)

Mit dem Münchner Bergbus „grün in die Berge“

Gerade der Voralpenraum wird am Wochenende regelrecht vom Ausflugsverkehr überrollt. Dass der Bus in innovativen Verkehrskonzepten eine wichtige Rolle spielen wird, zeigt das Projekt des Deutschen Alpenvereins. Der Münchner Bergbus soll seit Juni 2021 Abhilfe schaffen. Das 80.000 € schwere Pilotprojekt (vgl. Merkur) bietet Ausflüglern aus München die verlockende Möglichkeit, ohne Stress und Zwischenstopp direkt in die Wandergebiete zu gelangen. Auf aktuell vier Routen bringt der Bus Wanderer und Mountainbiker morgens in die Berge und abends wieder in die Landeshauptstadt zurück. Das Fazit für diese innovative Einbindung des Reisebusses in den Tagestourismus fällt nach zwei Monaten Betrieb überwiegend positiv aus. Laut DAV wurde mit 650 Fahrgästen eine erfreuliche Auslastung von circa 50% erreicht. Das freut den DAV genau so wie die betroffenen Gemeinden in den Naherholungsgebieten. Einige Kommunen der Alpenregion haben bereits zugesagt, die Fortführung des Pilotprojektes in den Wanderherbst hinein durch finanzielle Beteiligung zu sichern.

Quellen:

https://bzt.bayern/besucherlenkung-bayerische-kommunen-umfrage/ (04.08.2021)

https://www.merkur.de/bayern/ohne-auto-zum-wandern-startschuss-fuer-den-muenchner-bergbus-alpenverein-zr-90794344.html (04.08.2021)

https://www.alpenverein-muenchen-oberland.de/umwelt/muenchner-bergbus/zwischenfazit (04.08.2021)

https://www.vcd.org/themen/klimafreundliche-mobilitaet/verkehrsmittel-im-vergleich (04.08.2021)

  • 4. August 2021
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