
DACHL-Austausch: Busverbände setzen auf gemeinsame Lösungen
Vertreter der Busverbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg kamen vom 28. bis 30. August 2026 in der Region Bern/Thun zu ihrem jährlichen DACHL-Arbeitstreffen zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen der Busbranche – von autonomer Mobilität und Fahrpersonalmangel bis hin zu Bürokratieabbau und volatilen Dieselpreisen.
Ein wichtiges Thema war das autonome Fahren. Nach Einschätzung der Verbände könnten autonome Busse insbesondere im ländlichen Raum dazu beitragen, Mobilitätsangebote zu verbessern und gleichzeitig dem zunehmenden Personalmangel entgegenzuwirken. Entscheidend sei dabei, mittelständische Busunternehmen frühzeitig in die Entwicklung und Erprobung entsprechender Systeme einzubeziehen.
Auch der Mangel an Fahrpersonal beschäftigte die Teilnehmer. Die Verbände sprachen sich für einen einfacheren und kostengünstigeren Zugang zum Fahrerberuf aus. Gleichzeitig sollen die Möglichkeiten verbessert werden, Fahrpersonal aus Drittstaaten zu gewinnen und vorhandene Qualifikationen anzuerkennen.
Weniger Bürokratie für Busunternehmen
Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen seien zunehmend durch umfangreiche Dokumentations- und Nachweispflichten belastet. Die DACHL-Verbände sehen deshalb im Abbau bürokratischer Vorgaben und in einer stärkeren Digitalisierung wichtige Möglichkeiten, die Unternehmen zu entlasten.
Der regelmäßige Austausch über Ländergrenzen hinweg soll auch künftig fortgesetzt werden. Viele Herausforderungen der Busbranche beträfen mehrere europäische Länder gleichermaßen und machten gemeinsame Positionen gegenüber Politik und Behörden notwendig.
📍 Das nächste DACHL-Treffen ist für 2027 in Berlin vorgesehen.
Quelle: LBO Nr. 31