DRSF senkt Beiträge und Sicherheiten
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DRSF senkt Beiträge und Sicherheiten

DRSF senkt Beiträge und Sicherheiten – deutliche Entlastung für Reiseveranstalter ab November 2026

Ab dem 1. November 2026 profitieren abgesicherte Reiseveranstalter von einer spürbaren finanziellen Entlastung: Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) halbiert den Beitragssatz für den absicherungspflichtigen Pauschalreiseumsatz von derzeit 0,50 % auf 0,25 %. Seit Einführung des Fonds wurde der Beitrag damit bereits mehrfach reduziert – ursprünglich lag er bei 1,00 %.

Neben der Senkung der laufenden Beiträge werden auch die Anforderungen an die zu hinterlegenden Sicherheitsleistungen angepasst. Der Startwert sinkt künftig von 7 % auf 5 %, wodurch Unternehmen zusätzlich Liquidität gewinnen.

Ein weiterer Schritt ist die Erweiterung der sogenannten Tarifierungsbandbreite. Künftig können Sicherheitsleistungen zwischen 1 % und 9 % festgelegt werden. Dadurch soll die wirtschaftliche Situation der einzelnen Unternehmen – beispielsweise Eigenkapitalquote und Bonität – stärker berücksichtigt werden.

Nach Angaben des DRSF reduziert sich das insgesamt von der Branche zu hinterlegende Sicherheitsvolumen durch diese Anpassungen um rund 560 Millionen Euro. Gleichzeitig arbeitet der Fonds an einer Optimierung seiner Kapitalanlage. Erstmals soll künftig ein begrenzter Aktienanteil möglich sein, um die Ertragskraft des Fonds langfristig zu stärken und weitere Entlastungen zu ermöglichen.

Für viele Reiseveranstalter – insbesondere mittelständische Busreiseunternehmen – sind die angekündigten Änderungen ein positives Signal. Die niedrigeren Beiträge und geringeren Sicherheitsleistungen können die finanzielle Belastung deutlich reduzieren. Unternehmen sollten die Neuerungen zum Anlass nehmen, ihre Absicherung gemeinsam mit ihrem Versicherer zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu bewerten.

Quelle: Deutscher Reisesicherungsfonds (DRSF), Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO)